20. Spieltag - glücklisches Remis für den MSV

Auch den vergangenen Spieltag beenden die Schlaubetaler mit einem Remis. Gegen die Gäste aus Großziethen reichte es nicht zu einem Sieg vor heimischen Publikum. Die direkten Tabellennachbarn aus Markendorf und Beeskow hingegen bestritten Ihre Aufgaben erfolgreich. Der MSV rutscht damit einen Tabellenrang ab und positioniert sich nun auf dem 5. Platz.

Es sollte ein schweres Spiel gegen einen körperlich robusten Gegner werden. Die Gäste aus Großziethen waren schon im Hinspiel eine schwer zu bespielende Mannschaft. Auch an diesem Tag sollten die Jungs unter Trainer Wuthe beweisen, dass sie zwar nicht den schönsten aber doch effektiven Fußball spielen. Müllrose ohne Änderung zur Vorwoche. Auch der unter der Woche leicht angeschlagene Max Herrmann gab für Samstag sein „ok“.

Pünktlich ging es in die Partie zum 20. Spieltag. Nach einem ersten Abtasten zeigte sich schnell, dass die Gäste durch Standards gefährlich werden wollten. Lange Flanken auf den hinteren Pfosten bereiteten den Schlaubetalern immer wieder Probleme. Mit etwas Glück hätte es hier einen Gegentreffer geben können. Auf der anderen Seite taten sich die Hausherren etwas schwer. Spielerisch wollte man die Sache angehen. Mit Paul Herrmann als einzige Spitze bedeutete dies schon wie in der Vorwoche ein hohes Laufpensum für die direkt hinter Herrmann platzierten Spieler wie Krüger, M. Herrmann, Karge, Berg und Koch. Bis auf die nicht wirklich zwingenden Chancen durch Paul Herrmann (Torschuss) und eine Freistoßvariante (Karge/P. Herrmann - Abseits) lief jedoch nicht wirklich was zusammen. Krüger spielte sich zwei Mal zu einer aussichtsreichen Schussposition frei, wollte den Ball dann aber doch querlegen. Alles in allem war es ein gerechtfertigtes Remis zum Halbzeitpfiff. Auf beiden Seiten kam keine echte Torgefahr auf.

 

Schulze und Jänisch wechselten zur Halbzeit. Der Gelb/Rot gefährdete Krüger (26.G) machte Platz für Eric Sellin. Auch Karge, bei dem an diesem Tag nichts zusammenlief, durfte Duschen und wurde durch Heinze ersetzt. Resultierend aus den Eindrücken des ersten Durchgangs stellten Schulze und Jänisch auch die Formation um. Es ging in die zweite Hälfte.

 

Die Anfangsphase gehörte den angereisten Gästen. Müllrose wirkte nach den Wechseln und Umstellungen ein wenig desorientiert. In der 50. Spielminute dann der Paukenschlag. Kevin Schneider wird nicht zwingend genug angegriffen und zog aus gut 20 Metern ab. Der flatternde Ball war lange unterwegs und schlug neben Kampioni im Schlaubetaler-Tor ein. Das umjubelte 0:1 für die Gäste traf die Hausherren nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff mitten ins Gesicht. Abermals lief man einem Rückstand hinterher und musste Druck machen. Großziethen zog sich fortlaufend immer weiter in die eigene Hälfte zurück. Circa 25 Minuten verteidigten die Gäste mit Mann und Maus ihren Vorsprung. Warum man schon so früh in der Partie aufhörte Fußball spielen zu wollen, war den draußen stehenden Zuschauern etwas unklar. Trainer Wuthe hatte hierzu aber sicherlich sein Konzept an die Spieler weitergegeben. Müllrose lief Angriff um Angriff an. Das kostete Kraft. Auch der eine oder andere Konter konnte durch den Schlaubetaler-Sturmlauf von den Gästen gestartet werden. Dicke Chancen auf beiden Seiten ergaben sich nun. Weiterhin stand es aber 0:1 gegen den MSV. Es war ein typisches Spiel, in den man hätte noch 30 Minuten länger Spielen können, ohne ein Tor zu erzielen. Beinahe unzählige Beine und Aluminium verhinderten den Ausgleich. Heinze, P. Herrmann, M. Herrmann und Berg scheiterten entweder an Schlussmann Mulertt, verzogen, oder der Pfosten stand im Weg. An der Seite machte sich Verzweiflung unter den Zuschauern breit. Dann der wohl letzte Angriff in dieser Partie. Abermals segelte der Ball in den Großziethener Strafraum. Nach mehreren gescheiterten Klärungsversuchen sprang er schlussendlich einem gegnerischem Abwehrspieler an die Hand. Strafstoß ! In der 92. Spielminute ! Nach seinen zwei Treffern vom Elfmeterpunkt aus gegen Woltersdorf eigentlich eine Sache für Karge. Dieser schaute jedoch seit mehr als 45 Minuten zu, wie seine Mannschaft versuchte das Spiel zu drehen. Nun ging es darum nach anstrengenden 90 Minuten den nervenstärksten Spieler herauszupicken. „Wer fühlt sich? Wer haut ihn ein?“

 

Schließlich griff sich Max Herrmann den Ball. Quasi mit dem Abpfiff schiebt der Kleine der beiden Herrmann-Brüder den Ball zum Lastminute-Treffer ein.

 

Schiri Reinhold beendete die Partie.

 

Pech auf der einen und Dusel auf der anderen Seite.

 

Müllrose und Großziethen trennten sich also mit einem 1:1 Unentschieden. Wirklich geholfen hat dieses Ergebnis keinem der beiden Teams.

 

Am kommenden Samstag geht es für die Schlaubetaler dann zum Top-Spiel nach Niederlehme. Der Tabellenzweite verlor an diesem Samstag das Derby gegen Tabellenführer Wernsdorf nur knapp mit 2:1.

 

Sport frei.

 


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