7. Spieltag - Last-Minute-Sieg über Bad Saarow

Super gespielt und am Ende doch nichts in der Hand. So erging es Preußen Bad Saarow am 7. Spieltag der Landesklasse Ost. Die Mannschaft von Trainer Oliver Maaß erspielte sich gegen den Spitzenreiter aus Müllrose einige Chancen und erzielte zwei Treffer. Feiern konnten jedoch die Schlaubetaler. Durch zwei späte Tore von Herrmann (93.) und Sellin (94.) bleibt die Siegesserie bestehen und der MSV steht weiterhin auf dem Sonnenplatz der Tabelle.

 

Bei nasskalten Witterungsverhältnissen pfiff Schieri Weingarten die Partie zum 7. Spieltag der LKO pünktlich um 14 Uhr an. Für den Müllroser SV ging es weiterhin um die Tabellenspitze. Man wollte den Vorsprung auf die Verfolger aus Markendorf, Niederlehme und Wernsdorf weiter ausbauen. Für Bad Saarow hingegen ging es darum, den Anschluss an die Spitzengruppe der Liga nicht zu verlieren. Beide Mannschaften verfolgten also ein klares Ziel. Das sollte man direkt zu spüren bekommen. Schon in den ersten Minuten stand fest, dass dieses Aufeinandertreffen eine hart – aber zum Teil nicht immer fair umkämpfte Partie werden sollte. Den besseren Start erwischten die Hausherren. Nach nur acht Minuten muss Ammer den Ball aus dem Netz holen. Thomas Bemmann trifft für Saarow und bringt den MSV mit 1:0 in Rückstand. Für den Spitzenreiter keine ungewohnte Situation. Das Spiel ging weiter und wurde durch viele Fouls und Zweikämpfe immer hitziger. Der nasse, matschige Boden tat hier sein Übriges. Die Zuschauer sahen eine von beiden Seiten offensiv gespielte Partie. Für den MSV ergaben sich zwar Chancen durch Herrmann, Krüger, Karge und Koch, wirklich gefährlich wurde es aber für Keeper Zinke nicht. Erik Schlesinger, der Dustin Berger an diesem Samstag ersetzte, machte seine Sache gut und versuchte die Spitzen um Krüger und Herrmann immer wieder ins Spiel zu bringen. Es sollte allerdings bis zur 40. Minute dauern, dass die Schlaubetaler-Offensivarbeit belohnt wird. Im Strafraum kommt Koch zu Fall und Schiedsrichter Weingarten pfeift Elfmeter. Herrmann nimmt sich selbstbewusst den Ball und netzt ein. Für den Müllroser-Torjäger ist es Saisontreffer Nummer 15. Neuer Spielstand 1:1. Der MSV nun euphorisch. Noch vor dem Halbzeitpfiff wollte man den Führungstreffer erzielen. Nach einer Schlesinger-Ecke sollte dies auch fast gelingen. Fuhrmann wuchtet den Ball mit dem Kopf nur knapp neben die Querlatte.

 

Dann war Pause. Für Karge und Berg kam diese wohl gerade recht. Beide ließen sich in der ersten Hälfte neben den Zweikämpfen auch zu einer Menge verbaler Auseinandersetzungen hinreißen.

 

Die Zielstellung für die zweite Halbzeit war klar definiert. Man wollte endlich den ersten Sieg gegen die Preußen einfahren. Schließlich verlor man beide Partien der Vorsaison. Was folgte, war ein nahezu identischer Spielverlauf, wie man ihn schon in der ersten Halbzeit zu sehen bekam. Beide Mannschaften drückten auf ein Tor und wollten offensiv erfolgreich sein. Viele Fouls und harte Zweikämpfe prägten das Spiel. Beide Teams hatten die Führung auf dem Fuß, konnten aber nicht entscheidend zum Zuge kommen. In der 78. Minute jubelten dann doch die Preußen. Einen Freistoß aus zentraler Position bringt Bemmann mit einem straffen Schuss in der unteren linken Ecke unter und feiert mit seinen Teamkollegen die 2:1 Führung über die Gäste aus Müllrose. Diese waren nun im Hintertreffen und liefen einem Rückstand hinterher. Weiterhin spielte sich vieles zwischen den Strafräumen ab. Bad Saarow versuchte die knappe Führung zu verwalten, verstrickte sich dabei aber auch in Fehler, die den Schlaubetalern immer wieder die Räume öffneten. Oftmals fehlte dann der letzte Pass um zwingend vor das Tor von Zinke zu kommen. Trainer Schulze reagierte. Der an diesem Tag sehr redebedürftige Karge verlässt das Feld und T. Berger nimmt seine Position ab der 80. Minute ein. Der MSV wollte nun zumindest ein Unentschieden mit nach Hause nehmen. Die Schlaubetaler drückten immer weiter auf das Tor der Hausherren. Dann waren 90 Minuten rum und das Schiedsrichtergespann setzte aufgrund der vielen Unterbrechungen vier Minuten Nachspielzeit an.

 

Was dann folgte, kann man wohl nur mit einem Wort beschreiben. Bitter !

 

Nach Zuspiel von Krüger ist es Herrmann, der den Ball in der 93. Spielminute über die Linie stochert. Neuer Spielstand 2:2. Auf und neben dem Platz ging nun die Post ab. Euphorie auf der einen und Enttäuschung auf der anderen Seite. Es blieb noch eine Minute zu spielen. Nach langem Ball ist der MSV nun wieder im gegnerischen Strafraum zu Gange. Dann der Super-GAU. Mehr als ungestüm wird Paul Herrmann im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Weingarten bleibt nichts anderes übrig als erneut Foulelfmeter zu pfeifen. Die Spannung war förmlich greifbar. In solch einer Situation sollte sich derjenige den Ball schnappen, der sich zu 1000% sicher ist diesen auch über die Linie zu drücken. Hingegen aller Vermutungen war dieser Spieler nicht etwa Herrmann, Krüger oder Koch, sondern Eric Sellin. Der in der 90. Spielminute aufs Feld gebrachte Sellin nimmt sich die Pille und haut diese rechts unten ein. Nun brechen alle Dämme. Müllrose dreht einen 2:1 Rückstand innerhalb von zwei Minuten und führt mit 2:3 in der 94. Spielminute.

 

Dann war Schluss und der Müllroser SV bleibt weiterhin ungeschlagener Spitzenreiter der Landesklasse Ost.

 

Es war wohl das Glück des Tüchtigen, welches den Jungs von Schulze und Jänisch diesen späten Sieg bescherte. Wichtig war dieser Last-Minute-Sieg allemal, denn auch Niederlehme, Markendorf und Beeskow punkteten in Ihren Spielen.

Am kommenden Samstag trifft der MSV daheim auf Königswusterhausen. Die Eintracht bezwang Frankonia Wernsdorf zuhause mit 3:1 und steht derzeit auf dem zehnten Tabellenplatz.

 

Sport frei.


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