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Schach - Serie 141

Schach in Müllrose

 

Erfolgreicher Start in die Punktspielsaison 2021/22.  Das erste Spiel im November in der Regionalklasse Ost gegen die 2.Mannschaft von Preußen Frankfurt wurde von unserer Mannschaft gewonnen. Und danach war schon wieder Schluss. Alle weiteren Punktspiele wurden wegen des rapiden Anstiegs der Covid 19 – Infektionszahlen zunächst abgesagt. Wie es weiter gehen soll ist unklar. Zu verdanken haben wir das der immer noch zu großen Zahl Ungeimpfter, die maßgeblich als Antreiber zum Anstieg des Infektionsgeschehens beitrug. Bei einer großen Gruppe die aus Sorglosigkeit, Naivität, Unwissenheit, Verunsicherung und Ängstlichkeit, meist durch Fehlinformationen gespeist, noch ungeimpft waren, konnte man erwarten, dass Vernunft und Verstand die Oberhand gewinnen und Einsichten wachsen. Die erheblich angewachsenen Impfzahlen seit Dezember sprechen dafür. Bei einer anderen Gruppe, die aus Sturheit, Altersstarrsinn, Egoismus oder voller Überzeugung völlig verdrehten Unsinn verbreiten, sind Einsichten nicht zu erwarten. Bei einigen Impfgegnern, die immer wieder Verschwörungsmythen verbreiten, ist eine annähernd paranoide Verwirrung des Geistes kaum zu übersehen. Diese Gruppe wird sich wohl auch einer allgemeinen Impfpflicht entziehen und bleibt damit ein Risiko für sich selbst und für die Gesellschaft.

 

Unsere Trainingstage jeden Donnerstag ab 17.00 Uhr im Vereinsgebäude Hohenwalder Weg 35 bleiben erhalten. Alle unsere Schachfreunde sind komplett geimpft und bei Einhaltung der gängigen Hygieneregeln besteht höchstmöglicher Schutz.

 

Internetadresse. www.schach-in-muellrose.de

Die 11. Partie der Schachweltmeisterschaft 2021 in Dubai. Der Herausforderer mit den weißen Steinen zieht im 23. Zug g3. Der Verlustzug. Am Ende des Artikels könnt ihr nachspielen, wie Magnus Carlsen diese Partie gewinnt.

 

Schachgeschichte(n).  Schachweltmeisterschaft 2021.

 

Wieder einmal hat er es geschafft! Magnus der Große ! Zum fünften Mal hat der Norweger Magnus Carlsen seinen Weltmeistertitel verteidigt. Übertroffen wurde das nur von Lasker und Kasparow, die je sechsmal den Titel verteidigten. Die Schachweltmeisterschaft im November/Dezember 2021 fand wegen der Corona Pandemie mit einem Jahr Verzögerung in Dubai statt. Als Herausforderer hatte sich der gleichaltrige Russe Ian Nepomniachtchi (kurz Nepo) qualifiziert. So ganz chancenlos wurde Nepo nicht eingeschätzt, hatte er doch aus früheren Jahren eine positive Bilanz gegen Carlsen aufzuweisen. Insgesamt 4 Siege bei einer Niederlage. Diese Niederlage resultierte allerdings aus dem letzten Aufeinandertreffen im Jahr 2019. Aber auch in der ELO-Weltrangliste lag Nepo nun deutlich hinter Carlsen zurück. Als Preisgeld waren 2 Mio Dollar vorgesehen, aufgeteilt mit 60 zu 40 für den Sieger und Besiegten. Der Modus für das Match wurde verändert als Antwort auf die Weltmeisterschaft von 2014 bei der alle 12 angesetzten Partien remis ausgingen. Jetzt war der Ansatz 14 Partien in denen nicht vor dem 40. Zug Remis gegeben werden durfte. Die ersten fünf Partien endeten alle unentschieden, wobei Nepo in der zweiten Partie sich deutliche Vorteile erspielt hatte, aber zum Schluss doch in ein Remis einwilligen musste. Zum Wendepunkt für das gesamte Match wurde die sechste Partie, die mit 136 Zügen und einer Spieldauer von über acht Stunden zur längsten Partie in der Geschichte der Weltmeisterschaft wurde. Siebzehn Minuten nach Mitternacht musste Nepo seine Niederlage akzeptieren. Die psychologischen Auswirkungen wurden in den folgenden Partien sichtbar. Von den fünf gespielten Partien gingen drei verloren, in denen Nepo im Mittelspiel teils unverständliche Fehler machte. Den WM-Titel hatte damit Carlsen bereits mit der 11.Partie verteidigt. Endergebnis 7,5 zu 3,5 für Carlsen ( 4 Siege Carlsen – 0 Siege Nepo). Große Euphorie in Norwegen und Stolz auf ihren Nationalhelden. Enttäuschung dagegen in Russland. Die Erwartung, an frühere Erfolge von Russland/Sowjetunion anzuknüpfen, hat sich wieder nicht erfüllt.

 

J. Fritzsche

 

Und so gewann Magnus Carlsen:

 

23... dxe3

 

Magnus Carlsen muss nicht allzu lange reinschauen und schlägt dann sofort den Springer.

 

24. gxf4, Dxg4+; 25. Kf1, Dh3+; 26. Kg1, Sf5; 27. d6, Sh4; 28. fxe3, Dg3+; 29. Kf1, Sf3; 30. Df2, Dh3+; 31. Dg2, Dxg2+; 32. Kxg2, Sxe1+; 33. Txe1, Txd6; 34. Kf3, Td2; 35. Tb1, g6; 36. b4, axb4; 37. Txb4, Ta2; 38. Ke4, h5; 39. Kd5, Tc2; 40. Tb3, h4; 41. Kc6, h3; 42. Kxc7, h2; 43. Txc3, Txc3+; 44. Kxb6, Tb3+; 45. Txb3, h1=D; 46. a5, De4; 47. Ka7, De7+; 48. Ka8, Kg7; 49. Tb6, Dc5; mehr wollte sich der Herausforderer nicht zeigen lassen und gab auf.


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